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Hombre Lobo

Hombre Lobo
Eels

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(11 Kundenrezensionen)

Titelliste

  1. Prizefighter
  2. That Look You Give That Guy
  3. Lilac Breeze
  4. In My Dreams
  5. Tremendous Dynamite
  6. The Longing
  7. Fresh Blood
  8. What's A Fella Gotta Do
  9. My Timing Is Off
  10. All The Beautiful Things
  11. Beginner's Luck
  12. Ordinary Man

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  • Amazon-Verkaufsrang: #30421 in Musik
  • Erscheinungsdatum: 2009-05-29
  • Anzahl Disks: 1
  • Abmessungen: .23 Pfund

Aus der Amazon-Redaktion

Aus der Amazon.de-Redaktion
Mark Oliver Everetts Aversionen gegen jegliche Formen der Wiederholung sind hinlänglich bekannt. Auf Erwartungshaltungen reagiert der Multiinstrumentalist, Sänger und Songwriter der Eels mit dem Anspruch der völligen künstlerischen Freiheit. Solche Musiker sind natürlich der Horror jeder Marketingabteilung und Verfechter einer Hitsingle, aber dafür wird „E“ verehrt wie kaum jemand im Indie-Pop. Mit Hombre Lobo, übersetzt aus dem Spanischen bedeutet das Werwolf, verlangen die Eels ihren Fans einiges ab. Zusammen mit Drummer Knuckles und Keyboarder Koool G Murder nahm „E“ im eigenen Studio seiner Heimatstadt L.A. sein siebtes reguläres Album auf, das eine Art Fortsetzung des sehr rockorientierten, mit John Parish (PJ Harvey) eingespielten Souljacker bildet. Damals im Herbst 2001 ließ der eigenwillig Mann seinen Bart wuchern, was ihm nach den Anschlägen vom 11. September so manchen Ärger einbrachte. Nun ist das Gesichtshaar noch mächtiger und wieder lässt es Everett kräftig krachen. Dazu schlüpft er in die Rolle des „Dog Faced Boy“ von Souljacker, der sich irgendwie nicht in die Gesellschaft einordnen kann. Zwar tragen die Texte mit dem Hauptthema Sehnsüchte, diesem tiefen Verlangen nach dramatischen Lebensveränderungen autobiographische Züge, doch „E“ schlüpft in die Rolle des gealterten „Dog Faced Boy“. Wer Mark Oliver kennt, weiß, Sehnsüchte steht nicht für Gefühlsduselei sondern Seelenblut und Herzschmerz. So singt er in dem hinreißenden Song „All The Beautiful Things“ die Worte: “Every day I wake up and wonder why / I’m alone when I know / I’m a lovely guy”. Direkter kann man einen Wirkungstreffer kaum setzen. Musikalisch braucht es ein paar Durchläufe, ehe Hombre Lobo einen mitreißt. Ruppige, wuchtige und überrissene Stücke wie „Prizefighter“ oder „Tremendous Dynamite“ stehen mit ihrem an den Lautsprecher-Membranen zerrenden Sounds im Kontrast zu sehnsüchtigen Klängen, elektronischer Filigranarbeit, Zartheit oder tanzbaren Beats. Dieses Album ist ein kleines Meisterwerk, das erst freigeschaufelt werden muss. - Sven Niechziol

motor.de
Aal, Mensch, Wolf? Der Mann, den sie "E" nennen, kehrt vier Jahre nach dem letzten Eels-Album zurück in die Plattenläden (oder das, was von ihnen übrig ist) und verwirrt durch Konstanz.

"Every Day I Wake Up/ And Wonder Why/ I'm Alone When I Know/ I'm A Lovely Guy" - das ist mit Abstand die beste Textpassage auf "Hombre Lobo", dem neuen Eels-Album.

Aber damit fangen die Probleme (zumindest für den Rezensenten) erst richtig an: Was sonst soll man über diese Platte noch schreiben? Dass sie im Grunde keine nie da gewesenen Erkenntnisse oder überhaupt etwas Neues zum Thema "Eels" liefert? "Blinking Lights And Other Revelations" war 2005 ein Meister- wenn nicht gar Lebenswerk. Möglicherweise der ganz große Wurf des Mark O. Everett a.k.a. "E" alias Eels. Und seitdem ist der gute Mann ja auch nicht untätig gewesen. Er hat diverse Touren mit neuen Band-Konstellationen und Arrangements gespielt, ein Live-Album und seine eigene Biographie veröffentlicht. Des Weiteren ist er für einen Dokumentarfilm der BBC der verschlungenen Lebens- und vor allem Schaffensgeschichte seines verstorbenen Vaters nachgegangen, der ein verkanntes Physik-Genie war.

Dennoch, und selbst wenn man all das im Hinterkopf behält (oder eben vielleicht gerade deshalb) - irgendwie ist diese Platte ein wenig enttäuschend. Vieles klingt wie bereits auf einer früheren Eels-Platte gehört, manches gar uninspiriert-unfertig. Die Gänsehaut, die Songs wie "Three Speed" (auf "Electro-Shock Blues") oder "The Stars Shine in the Sky Tonight" ("Blinking Lights") geradezu spielerisch hervorriefen, bleibt aus. Stattdessen wirkt "Hombre Lobo" wie eine routinierte Fingerübung.

Dass das natürlich immer noch auf hohem Niveau stattfindet, und überwiegend authentischer ist, als 90 Prozent dessen, was sonst so an Herz, Gemüt und Nieren gehen will, steht außer Frage - hilft aber leider auch nicht so richtig weiter. Vielleicht ist die Platte ein so genannter "Grower" - das hofft der Eels-Fan in mir.

Aber der momentane Schreiber dieser Zeilen kann sich die Enttäuschung nicht verkneifen und mit ihr hinter'm Berg halten. Dabei ist dieser E doch nun echt ein "lovely guy" - auch wenn er hier vor allem das zu tun scheint, was der Amerikaner "going through the motions" nennt. Aber: Es gibt immer ein Morgen bzw. ein nächstes Album. Hoffentlich.

kulturnews.de
Nach dem sehr persönlichen Doppelalbum "Blinking Lights and other Revelations" und seiner Autobiografie "Glückstage in der Hölle" wollte Mark Oliver Everett alias E nicht schon wieder übers eigene Leben schreiben und entwickelte für die siebte Eels-Platte ein Konzept, das sich an den Song "Dog faced Boy" vom "Souljacker"-Album anlehnt. Damals litt der Junge, weil er von seinen Mitschülern schikaniert wurde, auf "Hombre Lobo" ist er nun ein alter Werwolf, der noch immer seinen Platz in der Gesellschaft sucht. E schrieb zwölf Songs über die Sehnsucht, mal ist er der sich verzehrende Liebende ("That Look you give that Guy"), mal wird er zum wilden Tier ("Fresh Blood"). Grund genug für die Eels, auch mal wieder richtig zu rocken. Um am Ende gibt es mit "Ordinary Man" nicht nur Hoffnung für den Wolfsmann, sondern gleich eine Hymne für alle, die anders sind: "I'd rather be alone than try to be someone that I'm not and you seem like someone who could appreciate the fact that I'm no ordinary man." (cs)

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